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Vattenfall erhöht die Preise, wohl nun erst recht -
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baff BeitragVerfasst am: Di Jul 24, 2007 5:22 pm

Vattenfall erhöht die Preise, wohl nun erst recht

Hallo ihr Rundtischler,

irgendwann muss hier mal begonnen werden, und warum dann nicht wieder mal von mir. Allerdings muss ich anfügen, dass das hier nicht sehr viel mit freier Energie zu tun hat, aber eben halt mit Energie und dieses Problem müssen wir bei dem wieder in Funktion zu setzenden Deutschen Reich auch lösen.

habe vor mir die Strompreiserhöhung von Vattenfall liegen. Daneben liegt die Tabelle von Greenpeace. Nun, ich will hier nicht in aller Ausführlichkeit die Preise miteinander vergleichen. Dazu nur soviel, dass Greenpeace in der Grundgebühr mit 8,90 Euro 2 Euro teurer und im Verbrauchspreis mit 19,08 Cents 0,16 Cents teurer ist, als der gleichartige „Berliner Natur“strom von Vattenfall.

Nein, warum ich hier schreibe ist die Feststellung in dem Schreiben von Vattenfall, dass sie ihren Strom erhöhen müssen, Evil or Very Mad weil
a) die Strombeschaffungskosten gestiegen sind (wenn ich mir das Atomdilemma in Brockdorf und Krömmel anschaue, deren Bau ich damals nicht verhindern konnte Evil or Very Mad , dann kann ich dieses Argument verstehen, obwohl die Vorfälle beim Aufsetzen der Vattenfallbriefes bestimmt noch nicht stattgefunden haben konnten),
b) die Netzentgelte für die Durchleitung von Strom gestiegen sind
c) die zunehmende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu einer Mehrbelastung führt. Mad

Vielleicht lebe ich ja hinter dem Berg Rolling Eyes und anderen ist das nun folgende bereits klar, dann möchte ich mich jetzt schon bei denen entschuldigen, dass ich ihnen/euch die Zeit stehle, die ihr für das Lesen aufwenden müsst.
Ich rief nun heute bei Greenpeace an und fragte, warum Vatternfall das schreiben könne, vor allem, warum die Erneuerbaren eine Mehrbelastung darstellten.

In Leipzig gibt es eine Börse, an der mit Strom gehandelt wird. Jeder Stromanbieter wird also bei seiner Stromherstellung oder bei seinem Stromerwerb nach Leipzig schauen. Denn Leipzig ist für Deutschland bezüglich Strom das, was Rotterdam für die Welt bezüglich des Öls ist. Anscheinend sind die Preise auf Dauer dort im Steigen (sowohl in Rotterdam wie auch in Leipzig).
Etwas unerklärlich war es für den Greenpeace-Informanten, dass die Netzdurchleitungskosten gestiegen sind. Denn die Stromregulierungsbehörde hätte doch zwei Stromnetzbetreibern, Eon und RWE (soweit ich das in Erinnerung habe) die Durchleitungsgebühren zwangsweise gesenkt. Inwiefern ist Vattenfall davon betroffen ?
Doch nicht etwa, weil sie ihren Strom aus den französischen Atommeilern beziehen ? Idea (Wirtschaftsminister Glos (CSU) gestern im Fernsehen sinngemäß: die deutsche Stromgrundlast wird zu 50 Prozent aus Atomstrom bezogen.) (Diese Vermutung stammt von mir.)
Komme ich nun zu der Mehrbelastung durch die Erneuerbaren. Bei der Installation von z.B. Photovoltaik-Anlagen wird den Netz-Einspeisern über zwanzig Jahre lang ein Preis garantiert, zur Zeit von 40-50 Cents pro kWh. Installiere ich 2007 die Anlage, so bekomme ich diesen Preis 20 Jahre lang. Installiere ich 2008, so ist der Garantiepreis für die nächsten 20 Jahre etwas geringer. Diese Degression setzt sich dann fort. Diese Mehrkosten, die die Einspeisungspreisgarantie gegenüber z.B. der Atomkraft kosten, in diesem Fall 35-45 Cents, werden in ihrer absoluten Summe auf alle Strompreisanbieter umgelegt. Ein Stromanbieter mit vielen Kunden muss einen größeren Anteil dieser Umlage-Kosten tragen als einer mit wenigeren Kunden. Somit tragen alle Stromkunden Deutschlands die Kosten für die Einspeisungspreisgarantie. Bei Greenpeace betragen diese Umlagekosten 0,6 Cents bei ihren 19,08 Cents pro kWh, also 1 / 20. Deshalb ist der Argumentation von Vattenfall auch in diesem Fall nicht ganz zu folgen. Question
Und jetzt ein Geck: Ich rief gleich anschließend bei Vattenfall an und stellte die gleichen Fragen bezüglich der Begründung der Strompreiserhöhung. Die Dame, im Callcenter, irgendwie nett aber total unwissend: Confused „Ach nö, Herr Müller, dös is nich mein Ding.“ Irgendwie war keine/r in der Call-Runde in der Lage, mir diese Frage zu beantworten. Man nahm meine Telefonnummer und versprach mich heute oder Morgen zu informieren. Mal sehen was wird.
Also ein Lob an das geschulte Call-Center-Personal bei Greenpeace.
Und eine abschließende Bemerkung: Für Greenpeace fällt das berühmte Sommerloch bei den Anmeldungen in diesem Jahr aus: Durch die tolle Vattenfallwerbung für Atomkraft in den letzten Wochen, kostenlos in allen Medien, sind die Stromanbieterwechsler bei Greenpeace in diesen Wochen stark angestiegen. Und bestimmt auch bei den anderen Alternativen.
Und falls das jetzt jemand vermuten sollte: Ich habe keinen Werbevertrag bei Greenpeace Embarassed . Außerdem beziehe ich meinen Strom lieber etwas teurer bei diesem Verein, als bei den großen Anbietern und wollte euch nur diese Erlebnisse und Erfahrungen mitteilen. Cool

Einen Gruß in die Deutschen Lande und darüber hinaus

BAFF




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