Der runde Tisch Berlin :: Sind wir alle gleich? Fragen zur Autarkie!

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Der runde Tisch Berlin Foren-Übersicht -> Lob und Kritik AK Justiz, Völkerrecht
Sind wir alle gleich? Fragen zur Autarkie! -
  Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen
Micha von OJ BeitragVerfasst am: Fr Apr 30, 2010 10:42 am

Sind wir alle gleich? Fragen zur Autarkie!

Ich hoffe, dass hier der richtige Platz für meinen langen Beitrag ist. Möge er ggf. verschoben werden, falls dem so nicht ist. Ferner bitte ich, trotz der Länge, um Beachtung. Vielen Dank!


Vorwort:

Neulich war es mal wieder soweit, dass ich mich mit Toni und Thomas zwecks Gedankenaustauschs treffen konnte. Was mir persönlich sehr auf der Zunge lag war die praktische Umsetzung der Selbstverwaltung.
Leider gibt es dafür weder Rezept noch Handbuch, wo alle Schritte explizit aufgeführt sind. Auch über Rechte, Pflichten und Auswirkungen auf das eigene Sein scheinen die Wissenden uneins zu sein. Also das Ding ist doch folgendes:

Stell dir mal vor du wärst eine Zelle in deinem eigenen Körper. Dieser wiederum symbolisiert die BRD-GmbH NGO. Nun stellst du fest was alles schief läuft und erklärst dich autark. Plötzlich wirst du zum Fremdkörper und was passiert in der Regel? Richtig, das Immunsystem wird aktiviert und die weißen Blutkörperchen (Ju-dika-tive und Exekutive) stürzen auf dich zu, um dich zu beseitigen.

Also war die Frage: Wenn ich mich ganz alleine autark und unter Selbstverwaltung stelle, wie kann ich dann in diesem „Fremdkörper“ überleben? Kann ich Geschäfte tätigen und Handel betreiben? Kann ich Versicherungen abschließen oder Konten eröffnen? Wie kann ich ein Auto nutzen, dass nicht bei der BRD-GmbH NGO zugelassen wird? Fragen über Fragen.

Hauptteil:

Ohne Zweifel gibt es viele Gruppen von den Alpen bis zur Nordsee, die sich mit der Thematik mehr oder minder seriös beschäftigen. Nicht selten mischen bei verschiedenen Bewegungen ewig Gestrige, Eso-Freaks, Trittbrettfahrer, Abzocker oder noch schlimmer, der „Staatsschutz“ mit. Das einzige, was diese Gruppen gemeinsam haben, sind zwei Punkte: Sie wollen angeblich etwas ändern und sie sind sich untereinander uneinig.

Somit entsteht ein Haufen blubbernder Zellen, wo man es selbst als halbwegs Wissender schwer hat durchzublicken. Getreu dem Motto trau-schau-wem! Manchmal ist es schlimmer als der Karneval von Venedig. Man weiß nie, ob das Gesicht hinter der Maske nicht auch wieder nur eine Maske ist und was die wahren Beweggründe sind.

Dennoch sollte es jene unter uns, die sich der weltweiten und nationalen Problematiken bewusst sind, nicht davon abschrecken auch weiterhin für eine bessere Welt aktiv zu bleiben. Aber genau hier versteckt sich die Gretchenfrage: Wollen die Menschen das überhaupt? Ich hatte im Gästebuch schon einmal eine Metapher in Form des Wellensittichs geschildert und wiederhole sie gerne nochmal:

„Sind die Menschen oft nicht wie Wellensittiche im goldenen Käfig? Sie können vielleicht nicht so fliegen wie es für einen Vogel üblich wäre, aber sie brauchen sich in der Regel keinen Kopf übers Futter oder Nachbars Katze zu machen, können ab und zu baden und werden gepflegt wenn sie krank sind. Und wer die Vorzüge, in einem goldenen Käfig zu sitzen, genießt, der wird sich wahrlich schwer von einer Freiheit außerhalb der Gitterstäbe beeindrucken lassen. Warum soll man selber nach Würmern suchen? Warum soll man sich durch den Winter quälen müssen?“

Andere Frage: Warum sind die meisten Arbeitenden eigentlich nicht selbstständig? Weil sie Angst haben! Sie müssten sich ja um so vieles selber kümmern! Selber Aufträge heranschaffen, diese selber bearbeiten, dafür auch noch die Verantwortung übernehmen usw. und sofort.

Und nun kommen wir daher, setzen noch eins drauf und sagen: Das System ist krank, wir haben keinen richtigen Staat, wach auf und mach deinen eigenen! Dabei gehen wir immer davon aus, dass es mit das höchste Gut eines Menschen ist frei zu sein und über sich selbst bestimmen zu können. Aber ist das wirklich so?

Ich hatte mal eine langjährige Beziehung mit einer Frau, die in ihrem Job mit in einer Führungsebene, als Chefsekretärin, saß. Irgendwann bekam auch sie den Hammer der Veränderung zu spüren und sie wurde arbeitssuchend.

Wir gingen gemeinsam diverse Stellenangebot durch und oft sagte ich: „Du schau mal, hier suchen sie eine Führungskraft…“! Nein, sagte sie dann, es sei nicht ihr Ding. Sie könne zwar exzellent die 2. Geige spielen aber sie sei keine Frontfrau. Da sie aber nichts Adäquates fand, entschied sie sich, auch unter Druck ihrer Eltern und meines Einflusses, sich doch als Frontfrau zu probieren und sie machte sich mit einem kleinen Hotel selbstständig. Aber für alles nun selbst die Verantwortung zu tragen, sich bei niemanden rückversichern zu können, überforderte meine Freundin und sie versagte kläglich.

Wir sind schon seit vielen Jahren nicht mehr zusammen, aber ich weiß, dass sie heute wieder einen Job hat, der ihren Intentionen genügt, nämlich nicht eine Frontfrau zu sein, sondern höchstens die 2. Geige zu spielen. Und damit ist sie glücklich. Seitdem weiß ich, dass es Menschen gibt, die nun mal in „unteren Ebenen“ besser aufgehoben sind.

Was hat das nun mit dem Thema zu tun? Nun, wenn ich den Tenor des eingangs erwähnten Treffens richtig interpretiere, war der Grundgedanke, dass sich zunächst jeder Mensch in einer gewissen Art und Weise in die Selbstverwaltung begibt und sich von dem (der) kranken Körper(schaft) BRD-GmbH löst und danach in Symbiose mit Gleichgesinnten geht, getreu dem Motto: Im System gegens System. Sozusagen soll jeder erst einmal sein eigener Leitwolf werden, bevor wieder ein neues Rudel entsteht.

Aber genau darin sehe ich auch das Problem. Denn wir vergessen, dass die Mehrheit der Menschen scheinbar überhaupt keine Ambitionen hat ein Leitwolf zu werden, nicht einmal für sich selbst. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich in Gesprächen mit Mitmenschen erfahre, dass man sich sicherlich eine andere, bessere Welt vorstellen könnte, es aber nicht in Betracht zieht aktiv mit anzupacken.

Oft ist der Tenor: Ich gebe gerne einen Obolus, wusel im Hintergrund, doch sage mir was ich tun soll! Man will den Kurs nicht selbst bestimmen, aber gerne mit rudern.

So lässt sich auch erklären, warum rechts- oder linksextreme Gruppen Zuwächse verzeichnen können. Aktiv sein ja - selber denken nein! Frag doch mal eine Glatze in Magdeburg woher die schwarz-weiß-rote Fahne kommt oder einen schwarz Vermummten warum es eigentlich die Begriffe links und rechts in der Politik gibt?! Für alle die, die es eilig haben: Fragt den nächsten Laternenpfahl, der weiß genauso wenig.

Wenn wir etwas ändern wollen, bedarf es nicht nur Klasse, sondern auch Masse. Somit sehe ich inzwischen die Idee der natürlichen Föderation leider nur als Ansatz für diejenigen, die gewillt sind selber den Kurs zu bestimmen. All jene, die das nicht wollen (was zwar dumm wäre) oder die es nicht können (aus welchen Gründen auch immer, das wird leider die Mehrheit sein), bleiben bei solchen Ideen auf der Strecke, bzw. Sklaven der BRD-GmbH-NGO-Diktatur.

Wenn es uns nicht gelingt auch für diese Menschen, bzw. Zellen einen attraktiven Nährboden zu schaffen, so werden wir stets wie Fremdzellen in einem Körper sein und man wird mit uns genauso verfahren.

Leider ist der Verkehr in diesem Forum etwas mau geworden. Ich hoffe aber, dass sich das wieder ändert und wir vielleicht konstruktive Ideen erhalten. Denn Freiheit für alle ist bei genauer Betrachtung der falsche Weg. Es müsste so oder so ähnlich heißen: Freiheit für die, die es wollen und Gerechtigkeit für die anderen.

Denn es gibt nun mal Menschen die es wollen, dass man ihnen sagt wo es lang geht. Für mich persönlich zwar unverständlich aber dennoch eine Tatsache, die man nicht vergessen darf.

Nun freue ich mich auf konstruktive Beiträge und verbleibe mit freundlichen Grüßen

M.v.O. aus Bad Saarow




Anmeldedatum: 03.04.2010
Beiträge: 15
Wohnort: Bad Saarow

_________________
Bene docet, qui bene distinguit. Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden Antworten mit Zitat
Reichsadler BeitragVerfasst am: Mo Mai 10, 2010 8:06 pm

Eben nicht alle gleich und das ist auch gut so...

Hallo M.v.O.,
was Du schreibst ist in vielen Punkten sicher richtig aber Masse braucht kein Mensch, da wiederspreche ich ganz klar.
Veränderungen gehen immer von einzelnen Menschen oder kleinen Gruppen aus und die Masse folgt wie gehabt.

Willst Du also was verändern, dann sieh auf Dich und die, welche mit Dir mithalten. Bis die Masse hinterher kommt dauert nicht nur, sondern es ist auch völlig unwichtig. Wenn das, was Du schaffst interessant ist, dann geht das von alleine.

Der Übergang in die Selbstverwaltung geht im Übrigen Schritt um Schritt und Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Wichtig ist anfangen und konseqent daran arbeiten. Wo ist übrigens Deine Proklamation? Es ist langweilig alleine in der Liste auf der natürlichen Föderation zu stehen.

Also ran ans Werk, denn Tun ist der Weg zum Erfolg. Nachbessern kannst Du noch auf dem Weg aber anfangen diesen zu begehen solltest Du nicht aufschieben.

Liebe Grüße
Reichsadler
Site Admin



Anmeldedatum: 15.02.2007
Beiträge: 50
Wohnort: Berlin
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht sendenWebsite dieses Benutzers besuchen Antworten mit Zitat
Micha von OJ BeitragVerfasst am: Di Mai 11, 2010 10:51 am

Masse ja, aber nicht "die Massen"

Ach, es ist doch auch mal schön nicht immer einer Meinung zu sein. Möglich auch, dass wir das Gleiche meinen, es aber nur anders definieren. Selbstredend brauchen wir Masse, aber nicht „die Masse“. Nehmen wir doch mal das Beispiel von Ivette.

Soweit im öffentlichen Raum bekannt, ist sie ein, bisher noch nie da gewesener Einzelfall. Unabhängig davon, wie wir als „Innenseiter“ die Lage einschätzen, wie kommt dieser Fall in der nichtdenkenden Öffentlichkeit an? Und das auch noch mit Hilfe von „Esowatch“ & Co.

Steht es nicht unter der Rubrik „Aktuelles“ vom Runden Tisch, wie sehr diese Frau nun unter Druck gerät? Warum? Weil sie in ihrem Status alleine ist. Wenn aus jedem Bundesland nur 2 Kommissare es ihr gleich getan hätten, dann sehe die Sache schon ganz anders aus und die Märchenstunde von „Esowatch“ & Co wäre beendet oder zumindest soweit unglaubwürdig, dass sie keinen Schaden mehr anrichtet.

Denn der allgemeine Bundeslemming fragt sich doch jedes Mal: „Wenn dem so ist, warum gehen dann die Anderen nicht an die Öffentlichkeit?“ Wenn also eine gewisse Masse fehlt, ist doch jedes Unterfangen wie ein einzelner Bienenstich. Der pickst zwar, aber die Schwellung verschwindet nach einer gewissen Zeit von selbst und der Stich gerät in Vergessenheit. Erst wenn 10 oder 100 Bienen stechen, wird die Lage ernst.

Ein anderes Beispiel ist das Projekt Fürstentum Germania, mal unabhängig von deren wahren Intentionen, die momentan mehr als umstritten sind. Hätten letztes Jahr nur 2 oder 3 Personen am Schloss rumgewerkelt, dann wäre das sicherlich noch nicht mal einen Presseartikel wert gewesen. Aber es waren Dutzende, vielleicht gar 100?, die manchmal nach Krampfer pilgerten. Nur diese Masse, vergessen wir dabei für einen Augenblick die einzelnen Intentionen, war ausschlaggebend dafür, dass sich überhaupt etwas bewegt hat, und seien es nur die manipulierten Beiträge in der Presse oder dem Fernsehen.

Ergo – alleine schaffen wir das nicht. Nicht ich, nicht Du, nicht Toni, nicht Bernd und auch nicht die anderen, egal welcher Intention nachjagend. Nach meiner persönlichen Meinung, die ja nicht richtig bzw. allgemeingültig sein muss, täte vielleicht eine Bündelung der Kräfte erst einmal gut.

Du weißt doch selber wie die Menschen funktionieren. Stell ich mich alleine in die Fußgängerzone und glotze willkürlich in den Himmel, dann werden die meisten vorbei gehen und denken, was für ein Spinner. Glotzen aber 10 oder 20, dann werden andere neugierig und glotzen mit. Der Synergieeffekt tut dann sein übriges.

Also – ohne Masse (aber nicht „die Masse“) geht es nicht. Und nun die Gretchenfrage: „Wie kriegt man diese?“ Die Antwort findet sich in Deinem eigenen Beitrag. Zitat:

„Veränderungen gehen immer von einzelnen Menschen oder kleinen Gruppen aus und die Masse folgt wie gehabt. Willst Du also was verändern, dann sieh auf Dich und die, welche mit Dir mithalten. Bis die Masse hinterher kommt dauert nicht nur, sondern es ist auch völlig unwichtig. Wenn das, was Du schaffst interessant ist, dann geht das von alleine.“

Genau, man (Du, ich, wir) muss etwas schaffen, was interessant ist. Denk an mein Beispiel mit dem freien Spatz und dem Wellensittich im goldenen Käfig. Wenn uns das nicht gelingt, dann werden wir weiterhin alles Einzelkämpfer bleiben und nicht mehr ausrichten wie ein Stich einer einzelnen Biene.

Und ich kann es wahrlich meinem Umfeld nicht verübeln, wenn es sieht, wie wir uns mit Behörden der NGO etc. abquälen, einen administrativen Krieg führen, mehr oder weniger von der Hand in den Mund leben, diskreditiert werden und es sich unserer Sache nicht annehmen will. Wozu auch? Die Tugenden sind nahezu abgeschafft, wenn alles nichts hilft gibt es ja noch Hartz IV und Nerv auf einen Bürgerkrieg hat man noch lange nicht.

Schau Dir die Kollegen von Ivette an. Selbst wenn der eine oder andere denkt, dass Sie Recht hat, er macht das Maul nicht auf. Die Vergütung seines „Staatsdienstes“ ist lausig, das Haus noch nicht abbezahlt, die Ehe steht wegen den Schichtplänen und den Überstunden auf dem Spiel und man möchte seiner kleinen Tochter, die demnächst eingeschult wird, noch lang wie möglich eine heile Welt präsentieren. Man nimmt dabei gerne in Kauf, dass es vielleicht nur eine Matrix ist, aber besser als nichts.

Und dann soll man uns eines Tages von selber folgen? Ja, vielleicht – wenn möglicherweise wieder einmal alles in Schutt und Asche liegt. Aber das will niemand. Also – was macht die Sache interessant? Wie kriegt man den Wellensittich freiwillig aus seinem goldenen Käfig?

Garantiert nicht dadurch, dass ihm der Spatz vorlebt wie scheiße es im Winter ist, dass man selber nach Würmern suchen und vor Nachbarskatze auf der Hut sein muss. Erst wenn er sieht, dass andere Artgenossen es dem Spatz gleich tun, erst dann verlässt er wohl möglich freiwillig seinen goldenen Käfig. Aber auch hier bedarf es zunächst einer „Masse“.

Grüße M.v.O.




Anmeldedatum: 03.04.2010
Beiträge: 15
Wohnort: Bad Saarow

_________________
Bene docet, qui bene distinguit. Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.
Benutzer-Profile anzeigenPrivate Nachricht senden Antworten mit Zitat
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Der runde Tisch Berlin Foren-Übersicht -> Lob und Kritik AK Justiz, Völkerrecht Alle Zeiten sind GMT
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Jasidogdotcom template v.1.0.4 © jasidog.com
© 2007-2008 Informe.com. Get Free Forum Hosting
Powered by phpBB © 2001, 2005
 ::  phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de
Template by Jasidog Template by Jasidog