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Massive Einbrüche an der Chinesischen Börse! -

Kommt der Wirtschaftszusammenbruch?
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Weiß nicht, ich interessiere mich nicht dafür.
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Reichsadler BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 11:27 am

Massive Einbrüche an der Chinesischen Börse!

Weltweite Verkaufspanik
durch China-Crash

China erlebt derzeit den größten Aktiensturz seit zehn Jahren. Daraufhin brechen rund um den Globus in einer Art „Domino-Effekt“ die Aktiemärkte ein. Die Anleger sind extrem verunsichert. So bricht die Internet-Seite eines Online-Brokers unter der Last der Aufrufe immer wieder zusammen.

Berlin / Frankfurt / London / Shanghai, 27.02.2007

Und plötzlich ist die Angst wieder da. Ausgehend von einem Kurssturz an den chinesischen Festlandsbörsen Shanghai und Shenzhen sind die weltweiten Kapitalmärkte am Dienstag (27.02.2007) von einer Verkaufspanik heimgesucht worden. Nachdem die Kurse im Reich der Mitte am Morgen um mehr als neun Prozent nachgegeben hatten, verzeichneten auch die Börsen der etablierten Märkte empfindliche Verluste. Dabei war ein klares Muster auszumachen: Je stärker die jeweiligen Indizes in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen waren, desto rapider ging es im Zuge des Ausverkaufs abwärts.

Der deutsche Leitindex Dax gab knapp drei Prozent nach. Der mit Wachstumswerten bestückte TecDax knickte in der Spitze um fast sieben Prozent ein. Einzelne Firmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien verloren zweistellig. Auch die Wall Street startete mit Minus-Zeichen in den Handel.

Wie groß die Verunsicherung unter den hiesigen Börsianern war, wurde auch daran deutlich, daß die Internet-Seite von Cortal Consors unter der Last der Aufrufe immer wieder zusammenbrach. Der Online-Broker ist besonders beliebt bei Tradern, die schnell auf Markentwicklungen reagieren.

Allein in China wurden durch den Krach innerhalb eines Tages 110 Milliarden Euro (!) Anlegergelder vernichtet. Hierzulande beliefen sich die Wertverluste dieses einen Tages immerhin noch auf 30 Mrd. Euro.

Damit scheint die seit Juli vergangenen Jahres anhaltende Phase der „Sonnenschein- börsen“ erst einmal beendet zu sein. Für viele Anleger kam der Einbruch wie ein Blitz aus heiterem Himmel, mangelte es doch auf den ersten Blick an einem konkreten Anlaß. Allerdings hatten Marktbeobachter schon seit einiger Zeit vor einer Korrektur an den Börsen gewarnt.

Erst am Montag (26.02.2007) hatten die deutschen Indizes neue Mehrjahreshochs oder Rekordstände erreicht. So hatte der Dax zum ersten Mal seit November 2000 über der Marke von 7000 Zählern geschlossen, die jetzt wieder in weite Ferne gerückt sind. Auch die 10.000 Punkte beim MDax sind nach dem fast fünfprozentigen Einbruch von gestern erst einmal passé. Das sich die Stimmung abrupt verschlechtert hat, war auch daran abzulesen, daß der Angst-Indikator VDax kräftig in die Höhe schnellte.

Auch andere Asset-Klassen wie Rohstoffe konnten sich dem Strudel nicht entziehen. Einzig die als sicherer Hafen geltenden Staatsanleihen verbuchten moderate Kursgewinne. Auch der Euro legte leicht zu und übersprang die Schwelle von 1,32 Dollar.
Wie beim letzten Marktbeben im Mai 2006 zeigt sich das für Investoren beunruhigende Phänomen, daß kaum eine Anlage-Klasse ungeschoren bleibt. Die viel gepredigte Risikostreuung stößt bei solchen Verkaufswellen an ihre Grenzen.

Für Börsianer stellt sich die Frage, ob die jetzige Marktschwäche mit der Korrektur vom vergangenen Frühjahr vergleichbar ist und sich schon demnächst günstige Einstiegs- Gelegenheiten bieten oder aber mehr dahinter steckt. Aus Sicht von Pessimisten hat die Flutung der Kapitalmärkte mit Liquidität zur Bildung von Spekulationsblasen geführt, die früher oder später platzen müssen. So hat etwa der ehemalige amerikanische Notenbankchef und nach wie vor einflußreiche Alan Greenspan zu Wochenbeginn vor einer US-Rezession gewarnt. Der seit 2002 anhaltende Boom neige sich dem Ende zu.

Das Gros der Strategen rät zu einer differenzierten Betrachtung. Nicht alle Märkte könnten über einen Kamm geschoren werden. Während sich in einzelnen Schwellenländern durchaus „Bubble-Tendenzen“ (Anm.: bedrohliche Schwankungen) feststellen ließen, sei der Börsenaufschwung an den westlichen Standardmärkten gut untermauert. Goldman Sachs sieht im Reich der Mitte eine Überbewertung von 30 Prozent. Die Credit Suisse rät dazu, die Volksrepublik unterzugewichten. Die Situation ähnele der spekulativen Übertreibung Japans Ende der 80er Jahre.



Quelle: WELT.de vom 27.02.2007

http://www.welt.de/finanzen/article737541/Weltweite_Verkaufspanik_durch_China-Crash.html
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